Der Kleist-Preis 1912-1932

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10,00 €
Beschreibung

Der Kleist-Preis 1912-1932
Eine Dokumentation
Herausgegeben von Helmut Sembdner
Neudruck der Ausgabe Berlin 1968,
ergänzt um die Einträge in Helmut Sembdners Handexemplar
160 Seiten, 10 Euro


Kein anderer deutscher Literaturpreis hat je eine Geltung erlangt wie der Kleist-Preis. Dabei war der Preis während seines Bestehens den heftigsten Angriffen von links und rechts ausgesetzt.

Zwei Besonderheiten zeichneten den Kleist-Preis aus: Er war ausdrücklich für noch nicht arrivierte Schriftsteller bestimmt, und er wurde jeweils von einer einzelnen Persönlichkeit des literarischen Lebens vergeben. Seine Preisträger gerieten sogleich in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Bei den Preisverteilungen machten sich die literarischen Strömungen der Zeit bemerkbar. Das Jahr 1933 brachte das Ende der Stiftung und ihres Preises, der gleichsam zu einem Stück tragischer Literaturgeschichte geworden ist.

Bisher fehlte jedoch die Kenntnis aller konkreten Einzelheiten; gelegentliche Ansätze zu einer literarhistorischen Untersuchung scheiterten am Fehlen jeglicher Unterlagen. Helmut Sembdner hat nun mit vieler Mühe die Geschichte des Kleist-Preises rekonstruiert, zum einen aus den Veröffentlichungen in den damaligen Zeitungen und Zeitschriften. Zum anderen hat er die Materialien der Stiftung aufgespürt, die seinerzeit der Vernichtung entgangen sind. Seine Dokumentation gibt nun ein eindringliches Bild von Wesen und Bedeutung des Kleist-Preises, sie vermittelt uns instruktiven Einblick in das literarische Leben zwischen dem ersten Weltkrieg und dem »Dritten Reich«.

Aus der Ankündigung von 1968

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